Nach welcher Leistung wird der Massenstrom eines Heizkörpers berechnet?

Standardmäßig wird der Massenstrom eines Heizkörpers anhand der Soll-Leistung (Qsoll) aus der Heizkörperauslegung berechnet. Dadurch wird verhindert, dass ein über- oder unterdimensionierter Heizkörper zu einem zu großen oder zu kleinen Massenstrom und damit zu einer falschen Dimensionierung des Rohrnetzes führt.

Für die Rohrnetzberechnung wird standardmäßig die Leistungsangabe „HkCALC“ verwendet. Dabei basiert die Berechnung des Massenstroms auf der Raumheizlast beziehungsweise der anteiligen Soll-Leistung (Qsoll) aus der Heizkörperauslegung. Dadurch wird sichergestellt, dass das Rohrnetz entsprechend der tatsächlich benötigten Heizleistung dimensioniert wird und nicht anhand der Größe des ausgewählten Heizkörpers.

Standardfall: Leistungsangabe „HkCALC“

Heizkörper werden grundsätzlich auf die Soll-Leistung (QSoll) berechnet. Auftretende Über- oder Unterdimensionierungen werden durch Anpassung des Massenstroms ausgeglichen.

Unter- & überdimensionierte Heizkörper berücksichtigen

Soll der Massenstrom stattdessen auf Basis der tatsächlich erreichbaren Heizkörperleistung berechnet werden, kann in den Objekt-Daten des jeweiligen Heizkörpers eine andere Leistungsangabe gewählt werden.
  1. Öffnen Sie die Objekt-Daten des Heizkörpers.
  2. Ändern Sie die Leistungsangabe von „HkCALC“ auf „HkCALCe“.
In diesem Fall wird der Massenstrom anhand der effektiven Heizkörperleistung (Qeff) des ausgewählten Heizkörpers berechnet. Diese Einstellung eignet sich insbesondere dann, wenn Heizkörper bewusst kleiner gewählt wurden, beispielsweise aus architektonischen oder optischen Gründen.