Ist es sinnvoll, für Thermostatventile eine Ventilautorität vorzugeben?

Die Vorgabe einer minimalen Ventilautorität beeinflusst die Ventilvoreinstellung und damit den Gesamtdruckverlust des Rohrnetzes. Ob eine Vorgabe sinnvoll ist, hängt von der Bauart des Thermostatventils ab. Aus regelungstechnischer Sicht wird für Thermostatventile mit Kegeleinsatz eine Ventilautorität zwischen 0,3 und 0,7 angestrebt. Dadurch lässt sich ein günstiges Regelverhalten erreichen. Die Vorgabe einer minimalen Ventilautorität kann jedoch dazu führen, dass höhere Ventilvoreinstellungen erforderlich werden. Dadurch steigt der Gesamtdruckverlust des Rohrnetzes. Empfehlung:

  • Verwenden Sie eine minimale Ventilautorität nur bei Thermostatventilen mit Kegeleinsatz.
  • Bei Thermostatventilen ohne Kegeleinsatz – heute der Regelfall – sollte das Feld „Autorität min“ in den Objekt-Daten leer bleiben.
Dadurch wird vermieden, dass der Gesamtdruckverlust unnötig erhöht wird. Dies wirkt sich auf folgende Punkte positiv aus:
  • die erforderliche Pumpenleistung
  • den hydraulischen Abgleich
  • die Einstellungen der übrigen Ventile
Die Autorität können Sie an jedem Ventil über deren Objekt-Daten bei Autorität min und Autorität max eintragen.