Warum werden Fußböden und Decken in der Heizlastberechnung nicht gegen die Norminnentemperatur gerechnet?
Die Ursache ist, dass angrenzende Nutzungseinheiten nach DIN/TS 12831-1:2020-04 standardmäßig als unterschiedlich beheizte Bereiche betrachtet werden und daher die Bauteilart „aBE“ verwendet wird.
Bauteile zwischen unterschiedlichen Nutzungseinheiten (auch Stockwerke) werden nach Norm nicht automatisch mit Norminnentemperatur bewertet. Stattdessen wird eine reduzierte angrenzende Temperatur angesetzt, da nicht sichergestellt ist, dass beide Bereiche gleich beheizt werden.
- Öffnen Sie den Reiter Projektdaten in der Heizlastberechnung.
- Prüfen Sie die Einstellung Zonenverwaltung.
- Wenn das gesamte Gebäude als eine gemeinsame Nutzungseinheit betrachtet werden soll, wählen Sie Gebäudeteil ist eine einzige Zone. Somit werden alle Bauteile gegen die Norminnentemperatur berechnet.
- Alternativ können Sie mit der Option Zone(n) in Nutzungseinheiten die bestehende Zonenzuordnung beibehalten und die Betrachtung angrenzender Nutzungseinheiten anpassen.
- Aktivieren Sie dazu die Einstellung beheizt (a), nur bei sichergestellter Belegung im Bereich Transmissionswärmeverluste von Räumen. Dadurch werden angrenzende Bauteile statt mit „aBE“ mit der Art a und somit gegen die Norminnentemperatur gerechnet.
- Führen Sie die Heizlastberechnung erneut durch.